Freiwillige Feuerwehr Hamminkeln

Löschzug Brünen

Get Adobe Flash player

Die letzten 3 Einsätze

Betriebsm. laufen aus
25.11.2017 um 11:57 Uhr
Brünen, Zum Voshövel
weiterlesen...
Ölspur
13.10.2017 um 19:00 Uhr
Brünen - Zum Voshövel
weiterlesen...
verdächtiger Rauch
13.10.2017 um 18:26 Uhr
Schermbeck - Rehbach
weiterlesen...

Wetterwarnung Kreis Wesel

Bevorstehende Termine

Termine im November:
10.11 Übungsdienst 19:30Uhr
19.11 Volkstrauertag 10:30Uhr
24.11 Übungsdienst 19:30Uhr

Termine im Dezember:
06.12 Nikolausumzug 17:30Uhr
08.12 Übungsdienst 19:30Uhr
22.12 Übungsdienst 19:30Uhr

Wer ist online?

Aktuell sind 42 Gäste und keine Mitglieder online

Anmeldung

Die Freiwillige Feuerwehr –Über 200 Jahre Brandschutz in Brünen

Entwicklungsgeschichte

Mit der Anweisung des preußischen Königs Friedrich des Großen im November 1755 begann die Geschichte des Brandschutzes in Brünen. In den folgenden Jahrzehnten bis 1835 wurde die Dorfgemeinschaft gemeinsam zum Feuerschutz herangezogen. In diesem Jahr wurde die erste Brandordnung erstellt. Ausgehend von den Feuerversicherungsgesellschaften besaß auch das Amt Schermbeck eine eigene Versicherung. Dem Beigeordneten van de Wall und den damaligen Gemeinderäten Brans, Hecheltjen, Tenfelde, Vorberg, Freyhaus und Hopermann ist die Gründung einer Feuerversicherung auf Gegenseitigkeit zu verdanken. Die Mitglieder hatten hierfür einen Beitrag zu entrichten, der Ihnen Schutz vor dem Verlust der „eingescheunten“ Ernte durch Brandschäden bieten sollte.

Den Statuten der Brüner Feuerversicherung sind in den späteren Jahren vier Brandordnungen beigelegt worden. Hieraus geht auch die damalige Organisation der Feuerwehr hervor, welche bis zum Jahre 1919 nahezu gleich geblieben ist.

Folgende Brandordnung wurde 1860 in einem Protokoll festgehalten:

Als Brandmeister wurden gewählt:
1. Johann Cappell
2. Heinrich Fuhrmann
3. Friedrich Buchmann
4. Johann Brans

 

Als Spritzenmeister wurden gewählt:
1. W. Behling
2. Caspar Campen
Stellvertreter: A. Rolehr
Stellvertreter: W. Wüstemeyer

 

Als Spritzenmeister wurden gewählt:
1. Joh. Wüstemeyer 2. D. Rütter
3. Joh. Wölker 4. Joh. Reimers
5. H. Bongers 6. W. Brücker
7. Levy Elkan 8. Heinr. Fenneken
9. B. Heyne 10. B. Hilgenpahl
11. Heinrich Landwehr 12. Gerh. Hilgenpahl
13. Heinr. Buchmann 14. B. Henkel
15. Herm. Zurmühlen 16. Hr. Bromdert

 

Als Kuppenfahrer wurden gewählt:
1. Rudolf Hoppermann
2. Her. Bülzebruck (erneuert durch Buchmann)

 

Als Führer wurden gewählt:
1. Hr. Brüring 2. Jakob Schween
3. W. Schild-Pöskens 4. W. Schild-Schneider
5. Friedr. Hüskens 6. Joh. Ulland
7. Hr. Brücker 8. Joh. Krepken
9. Joh. Vorberg 10. B. Cappell
11. B. Elgering jun. 12. Joh. Aldenpass

 

Für Rettung respektive Niederreißung:
als Führer: W. Elgering
zur Hilfe:
1. Joh. Buchmann 2. Carl Bohmkamp
3. B. Viehtor 4. Hr. Beckmann
5. H. Köster 6. W. Bülsebuck

 

Weitere Abteilung zur Hilfeleistung:
als Führer: B. Hagenbeck
zur Hilfe:
1. Hr. Wölker 2. Joh. Entrop
3. Ferd. Zurmühlen 4. B. Buchmann
5. B. Hardacker 6. Joh. Rütter

 

Abteilung zur Besorgung der grossen Leiter:
1. Joh. Hemsteg 2. Joh. Heyne
3. W. Ellgring sen. 4. G. Itjeshorst
5. Aug. Bülzebruck 6. H. Weyer

 

1. Für die Stauung des Baches und zum Wasserschöpfen wurde E. Schild, Peter und Hr. Großkelfing gewählt.
2. Die Zimmerleute unter den Rettungsmannschaften haben Axt und Säge mit zur Einsatzstelle zu bringen.
3. Die übrigen Einwohner in einem Hause haben sich so bald wie möglich mit Eimern zur Brandstätte zu begeben und müssen diese Eimer nach der Löschung an einem bestimmten Platz abstellen und dürfen diese nicht ohne weiteres mit nach Hause nehmen.
4. Sämtliche nicht genannte Leute dienen zur Bildung einer Reihe zum Transport von Wassereimern zur Einsatzstelle und haben den Anordnungen der Brandmeister und sonstigen Führern zu befolgen.

 

 

Ein Einsatzbericht um die Jahrhundertwende

Im Jahre 1900 brannte es dem Brandverzeichnis nach im Dorf bei Johann Bauhaus. In einem Bericht über den möglichen Ablauf dieses Einsatzes soll die Organisation und das Vorgehen wiedergegeben werden.

Ein Brandgeruch weht durch das Brüner Dorf. Der Eigentümer Johann Bauhaus rennt zum Küster der Brüner Dorfkirche und ruft ihm zu, dass es bei ihm brennt. Der Küster rennt zur Kirche und betätigt die große Brandglocke. Die Glocke treibt alle zu ihren verabredeten Plätzen. Die ersten Helfer treffen sich am Spritzenhaus an der Straße nach Hamminkeln. Die Geräte werden aus dem Schuppen geholt und die handgetriebenen Feuerspritzen herausgezogen. Von den umliegenden Höfen spannen Gutsbesitzer ihre Pferde vor die Spritze und dem Wagen der Mannschaften an. Die Kuppenfahrer spannen die Pferde vor der Kuppe vor. Die Kuppe ist ein Wagen mit Löschwasserbehältern. Zwei dieser Wagen stehen gefüllt an der Gaststätte Hopermann im Dorf. Die Kuppenführer und – fahrer treffen an der Einsatzstelle ein. Die Bürger, welche für die Stauung der Brüner „Beek“ zuständig sind, treiben Staubretter in den Bach und erhöhen damit den Wasserpegel um das Schöpfen mit den Eimern und das Pumpen zu erleichtern. Die Spritzenmeister und Spritzenleute betätigen die Saug- und Druckspritze und die Rettungskräfte fangen an zu löschen. Nachweislich waren seit dem Jahre 1852 die ersten handbetriebenen Spritzen im Einsatz. Die Brandmeister koordinieren die Helfer. Weitere Anwohner kommen hinzu und bilden eine Kette um die Löscheimer weiter zu reichen und bringen diese zur Löschung vor. Nach einigen Stunden sind die Löscharbeiten beendet und gemeinsam wird mit dem Aufräumen angefangen. Besonders die Nachbarn kommen zusammen um den Geschädigten sofort, aber auch beim späteren Wiederaufbau zu helfen.

So ähnlich kann ein damaliger Einsatz ausgesehen haben. Wie man erkennt war dort eine Dorfgemeinschaft am Werk. Die Feuerwehr oder die Brandbekämpfung war die Angelegenheit aller Bewohner des Dorfes.

Die einzelnen Führer der Gruppen und selbst die Brandmeister wurden zum damaligen Zeitpunkt gewählt. Jede Position ist nicht aufgrund einer Ausbildung, sondern nur wegen der erlernten Berufe besetzt worden. Die Zimmerleute und Handwerker sollten wie vor genannt ihre Werkzeuge zum Einsatz mitbringen. Die Fahrer der Kuppenwagen kamen aus der Landwirtschaft oder aus Häusern mit Pferden, die im Brandfalle verpflichtet waren hinzu zu kommen.

Der erste Weltkrieg brachte auch über die Helfer der Feuerwehr Leid und Unglück. Viele wurden eingezogen und mussten an die Front. Nach dem Ende des ersten Weltkrieges im Jahre 1919 wurde die Feuerwehr durch den derzeitigen Bürgermeister Emil Hecheltjen wieder ins Leben gerufen. Die Aufgaben blieben die gleichen und die Posten wurden neu verteilt. Die Brandmeister, Kuppenführer, Kuppenmänner, Schlauchhalter, Rettungsmänner und Wasserschöpfer wurden eingeteilt und verpflichtet. Die Pferde mussten von umliegenden Höfen im Brandfalle dazukommen.

Bis Ende der zwanziger Jahre waren Wasserwagen, handbetriebene Saug- und Druckspritzen im Betrieb. Diese Wagen und Spritzen wurden von Pferdegespannen gezogen. In einem Protokollbuch ist zu lesen, dass im Jahre 1924 ein neues Gerätehaus erbaut werden sollte, da das alte Spritzenhaus nicht zu renovieren war, ist der Neubau eines Gemeindehauses mit der Unterstellmöglichkeit von Kraftwagen und Spritzen beschlossen worden. Die Inflation und wirtschaftliche Lage verhinderte und verzögerte erst den Neubau.

Die Neugliederung der Feuerwehr

Im Jahre 1932 wurde nach Abschluß einer Übung den Brüner Wehrleuten bekanntgegeben, dass eine Umstrukturierung erforderlich ist. Der damalige Bürgermeister Maaßen und der Kreisbrandmeister Andriessen eröffnete den Feuerwehrkameraden die neue Organisation.

Die Feuerwehr Brünen wurde an den Kreisfeuerwehrverband angegliedert. Weiterhin hatte die Ausbildung nach den Vorschriften der Rheinischen Feuerwehrschule Koblenz zu erfolgen.

Im Saale Pollmann wurde eine ausgiebige Aussprache gehalten. Ein Programmpunkt war auch die Wahl eines neuen Brandmeisters, der sich allerdings auch fachlich qualifizieren musste. Dies war neu und der damalige Brandmeister Heinrich Behling wollte dieses Amt nicht mehr bekleiden.

Auf Drängen des Bürgermeisters E. Hecheltjen wurde E. Bauhaus gewählt. Dieser Bestand den Brandmeister-Lehrgang mit gutem Erfolg. Die Neustrukturierung nach den Richtlinien des Feuerwehrverbandes nahm ihren Anfang.

Die fortschreitende Technisierung machte die Anschaffung einer Motorspritze unumgänglich. Im Jahre 1936 wurde eine Tragkraftspritze auf ausschwenkbaren Anhänger mit einem Leistungsvermögen von 400 l pro Minute angeschafft. Dazu kamen 200 Meter Hanfschlauch mit einer Weite von 52 mm. Einige Monate später schenkte die Molkereigenossenschaft Brünen ihren alten Lastwagen der Feuerwehr. Auf diesem LKW wurde ein Wassertank aufgebaut. Somit konnte die Kraftspritze, die Mannschaft und ein großer Wasservorrat zum Brandeinsatz gebracht werden.

In den dreißiger Jahren wurde die Löschwasserversorgung durch den Bau weiterer Löschbrunnen ausgeweitet. Insgesamt wurden 14 Brunnen angelegt. Natürliche Wasserentnahmestellen wurden zu Löschteichen ausgebaut.

Der 2. Weltkrieg begann, und für einige Feuerwehrkameraden bedeutete dies eine doppelte Belastung. Zuerst waren sie für den Brandschutz zuständig und als die letzen Monate des Krieges, die sogenannte „Reichsverteidigung“ begann, wurden sie zum Militärdienst einberufen. Ab 1939 war Artur Hecheltjen, nach erfolgreichem Lehrgang zum Brandmeister berufen worden. Im Verlauf des 2. Weltkrieges wurden laufend Einsätze gefahren, die durch Bomben und Brandschaden hervorgerufen wurden. Vielfach musste die Brüner Wehr auch zu Einsätzen in Wesel ausrücken.

Ab 1944 wurde eine Frauenlöschgruppe gebildet, die aus 14 Frauen und Mädchen bestand und dazu beitrugen den Brandschutz sicherzustellen. In vorangehenden Übungsstunden wurde der viel zu schnell folgende Ernstfall geübt. Hier werden der Brand von Rohpapier im Saale der Gaststätte Brands und die Brände der Höfe Kippen in der Unterbauernschaft und dem Hof Schulten-Viedür genannt. Bilder des Schreckens mussten die Helferinnen und Helfer miterleben. Hinzu kam die ständige Angst, in Wesel Dienst tun zu müssen.

Mit ihrem Fahrer Johann Hilgenpahl und dem Brandmeister Hermann Isselhorst haben folgende Damen den schweren Dienst verrichtet:

Laura Cappell, Irma Herding, Elsbeth Ulland, Johanna Ellgring, Erika Böink, Irma Böink, Irene Ulland, Emmi Eimers, Hilde Muche, Erika Achilles, Else Bauhaus, Luise Bramberg, Johanna Stenk, Änne Joosten und Hedwig Klammer.

Der Neuanfang nach dem 2. Weltkrieg

Die Bestandsaufnahme nach dem Ende des Krieges war für die Feuerwehr erschreckend. Folgende Kameraden verloren im Krieg ihr Leben:

August Achilles, Fritz Bussmann, Heinrich Joormann, Wilhelm Neuhaus, Eberhard Schild, Edmund Schild und Bernhard Ufermann.

Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurde auf Drängen des damaligen Bürgermeisters und Kreisbrandmeisters Alfred Kevelmann die Wehr durch Ewald Bauhaus sen. wieder aufgebaut. Erneut wurde mit einem LKW angefangen. Mit wiedergefundenem Schlauchmaterial und einer Tragkraftspritze wurde die Einsatztätigkeit aufgenommen. Es waren vom Feuerwehr-Idealismus beseelte Kameraden, wie Hermann Lackermann und Artur Hechltjen, die für die Beschaffung von Feuerwehrmaterialien und Erneuerung der technischen Ausrüstung mit Rat und Tat zur Seite standen.

Die Feuerwehr im Wandel der Zeit

Im Jahre 1953 wurde ein Löschgruppenfahrzeug mit Vorbaupumpe in Dienst gestellt. Dieses Fahrzeug war zur damaligen Zeit eine kleine Sensation und konnte die damals kleinste taktische Einheit, die Gruppe mit acht Feuerwehrleuten und einem Gruppenführer aufnehmen. Diese Gruppe war für den Brandeinsatz mit den notwendigen Ausrüstungsgegenständen und der erforderlichen Ausbildung ausgestattet.

Kurz nach Ende des 2. Weltkrieges wurde über Sirenenalarm die Feuerwehr alarmiert. Eine Möglichkeit der Alarmierung war der für jedermann zugängliche Melder an dem damaligen Feuerwehrgerätehaus. Eine weitere Möglichkeit bestand durch die telefonische Alarmierung des Wehrleiters, welcher dann von seinem Wohnhaus die Sirene auslösen konnte. Dies bedeutete, dass immer jemand im Hause des Wehrleiters erreichbar sein musste, damit im Notfalle die Hilfe gewährleistet war. Erst im Jahre 1981 wurde die Alarmierung über eine ständig besetzte Feuerwache abgewickelt. Ab 1985 wurde die Alarmierung über Funkmeldeempfänger eingeführt. Diese Funkmeldeempfänger werden mittlerweile von jedem Feuerwehrmann getragen.

Zwischenzeitlich wurde im Jahre 1965 ein Tanklöschfahrzeug (TLF 16) mit einem mitgeführten Wasservorrat von 2.400 l und einer Feuerlöschkreiselpumpe mit 1.600 l Förderleistung in der Minute in Dienst gestellt. Die nächste Errungenschaft der Brüner Wehr war ein neues Gerätehaus, welches 1973 eingeweiht wurde. Kurze Zeit später, im Jahre 1974 wurde ein Löschgruppenfahrzeug (LF 8) vom damaligen Bürgermeister Erwin Holsteg an die Feuerwehr Brünen überreicht. Das LF 8 war bis zum Februar 2000 im Dienst und wurde an die polnische Partnergemeinde Chmielno weitergeleitet.

Mit der kommunalen Neuordnung 1975 wurde die Feuerwehr Brünen aus der Selbständigkeit entlassen und in die Freiwilligen Feuerwehr Hamminkeln integriert. Ab dem Jahre 1976 wurde jedes Fahrzeug mit einem Sprechfunkgerät ausgestattet, dass die Kommunikation mit der Weseler Leitstelle ermöglichte, die alle Einsätze koordinierte.

In den folgenden Jahren änderte sich zunehmend das Einsatzspektrum in den Feuerwehren. Von den früheren ausschließlichen Brandeinsätzen wechselte das Einsatzbild mehr zur technischen Hilfeleistung verbunden mit dem Umweltschutzgedanken.

Das fortschreitende Wirtschaftswachstum und die Motorisierung der Gesellschaft brachten für die Feuerwehr neue Aufgaben. Nahezu jede Familie konnte sich ein Automobil leisten. Daher wurden die Wehrleute immer häufiger zu Verkehrsunfällen mit eingeklemmten Personen bzw. Verkehrsunfälle mit Beseitigung von Ölspuren und Kraftstofflachen gerufen. Ein weiterer Schwerpunkt der technischen Hilfeleistung beinhaltet die Beseitigung von entwurzelten Bäumen von Wirtschafts- und Verkehrswegen.

Die oben angeführten Einsatzbedingungen und die Feststellung, dass die meisten Unfälle der damaligen Gemeinde Hamminkeln im Einsatzgebiet der Brüner Feuerwehr lagen, wurde ein großer Hilfeleistungssatz mit hydraulisch betriebener Schere und Spreizer angeschafft, mitfinanziert durch Spenden der Brüner Bevölkerung.

Aufgrund der Vielzahl von Einsätzen, Aufgaben und Anforderungen im Feuerwehralltag wurde im Jahre 1989 ein neues Tanklöschfahrzeug (TLF 16 / 25) in Dienst gestellt. Des weiteren wurde im Jahre 1994 ein neuer Manschaftstransportwagen (MTW) der Feuerwehr zur Verfügung gestellt. Zur Jahrtausendwende, im Februar 2000, wurde der Brüner Wehr ein neues Löschgruppenfahrzeug (LF 8 / 6) übergeben. Dieses Fahrzeug führt neben einer fest eingebauten Feuerlöschkreiselpumpe eine Tragkraftspritze mit. Weiterhin befindet sich ein Löschwasserbehälter mit einem Fassungsvolumen von 800 l sowie ein Notstromaggregat und ein ausziehbarer Lichtmast an Bord. Als weitere Ausrüstung stehen 2 integrierte Atemschutzgeräte zur Verfügung, die schon während der Anfahrt zur Einsatzstelle von den Feuerwehrmännern angelegt werden können. Die oben genannten Fahrzeuge ersetzten jeweils Fahrzeuge die bis zu 25 Jahre ihren Dienst in Brünen versehen haben. Die technische Ausrüstung der Brüner Feuerwehr bildet heute im Jahre 2004 ein starkes Rückgrat zur Bekämpfung von Unglücken und Schadenslagen.

Einsatzbericht der Neuzeit

Es ist ein ganz normaler Werktag. Der Vormittag ist angebrochen und die Frühstückspause naht. Plötzlich dringt ein schriller Piepton durch den Raum. Der Funkmelder wurde ausgelöst. Eine einprogrammierte Alarmierung mit den Worten „Einsatzalarm“ wird durchgegeben. Danach läuft ein fast eingespieltes Programm ab. Mit schnellen Schritten geht man zum eigenen PKW. Nun steht die Fahrt zum Gerätehaus an. Manche Fußgänger schütteln ärgerlich mit dem Kopf, und denken sich „wie fährt der denn durch das Dorf“. Leider bekommen sie durch die Alarmierung über Funkmelder nicht mit, dass die Feuerwehr einen Einsatz hat. Am Gerätehaus angekommen zieht man sich die Einsatzkleidung über. Alles dabei, nichts vergessen ? Einsatzhose, Einsatzjacke, Helm, Handschuhe, Rettungsgurt und Stiefel angezogen ? Es kann losgehen. Gerade hat man im Einsatzfahrzeug Platz gefunden, die Kameraden sind da. Der Gruppenführer auf dem Beifahrersitz fragt über Funk die Einsatzmeldung ab. Hinter dem Gruppenführer in der Mannschaftskabine herrscht gespannte Ruhe auf die Meldung. Dann die Durchsage von der Weseler Leitstelle: „Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person, B 70 - Havelich, Fahrtrichtung Raesfeld“. Umgehend erfolgt die Bestätigung durch den Gruppenführer über Funk. Wir fahren los, Blaulicht und Martinshorn eingeschaltet und auf die anderen Verkehrsteilnehmer achten. In der Mannschaftskabine spricht man sich ab, wer welche Aufgaben an der Unfallstelle übernimmt. Aufgabenverteilung: Bedienung von Schere und Spreizer, Unterstützung des Rettungsdienstes bei der Rettung der verunfallten Person, Sicherung der Unfallstelle usw.

An der Unfallstelle angekommen macht sich der Gruppenführer ein Bild über die Lage. Er gibt die Aufgabenstellung an die Gruppe weiter, nachdem mit dem Rettungsdienst und Notarzt die Vorgehensweise abgestimmt wurde. Ein Bild der Zerstörung bietet sich uns.

Zwei LKW sind frontal zusammengestoßen und ein weiterer PKW fuhr auf. Leider konnten die Fahrer der LKW nur tot geborgen werden, die anderen beiden Fahrer kommen schwer verletzt bzw. mit einem Schock in umliegende Krankenhäuser. Bei den Bergungsarbeiten werden wir unterstützt von dem in Hamminkeln stationierten Rüstwagen mit schweren Bergungsgerät. Doch der Einsatz geht weiter für uns. Wir stellen fest, dass ein LKW einige Fässer mit gefährlichen Stoffen geladen hat. Umgehend wird der für gefährliche Stoffe ausgerüstete Gerätewagen „Gefahrgut“ der Weseler Feuerwehr angefordert. Die Brüner, Hamminkelner und Weseler Feuerwehrleute bergen gemeinsam die gefährlichen Stoffen, die LKW´s, den PKW und räumen die Straßen für den Verkehr frei. Dies geht nicht, ohne zwei Bergungskrane anzufordern. Nach 8 Stunden ist der Einsatz beendet. Die Heimfahrt wird angetreten. Am Gerätehaus reinigt man die gebrauchten Einsatzmittel und unterhält sich über das Erlebte. Manche Bilder vergisst man nicht, auch diese Eindrücke nimmt man mit.

Die Wehrleiter und Löschzugführer nach dem 2. Weltkrieg

1. Ewald Bauhaus 1946 - 1954
2. Paul Bauhaus 1954 - 1965
3. Ewald Bauhaus jun. 1965 - 1976
4. Winfried Bauhaus 1976 - 1979
5. Hermann Dames 1979 - 1986
6. Joachim Krusdick 1986 - 2006
7. Roman Brögeler 2006 - ...

Copyright © 2015 - Freiwillige Feuerwehr Hamminkeln - Löschzug Brünen